Am 12. September 2022, dem Sächsischen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung, wurde im Beisein des sächsischen Innenministers Prof. Dr. Roland Wöller das außerschulische Bildung- und Begegnungszentrum Transferraum Heimat in den früheren Räumen der Energiefabrik in Knappenrode teileröffnet.

Konzept und Inhalte des Ausstellungsbereichs wurden vom Zentrum für Kultur//Geschichte in enger Zusammenarbeit mit deutschen und polnischen Kollegen, darunter Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll und Dr. Józef Zaprucki, erarbeitet.

Der nun eröffnete erste Ausstellungsbereich thematisiert anhand ausgewählter Exponate, die die Vertriebenen und Spätaussiedler auf ihrem Weg in eine ungewisse Zukunft mitnahmen und die bis heute die Erinnerung an die Herkunft wachhalten, die ehemaligen Heimatregionen. Sodann wird auf sieben Litfaßsäulen die Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erzählt mit all ihren Brüchen und Verwerfungen, der Neuordnung Europas aufgrund der Pariser Vorortverträge, Deutschlands Weg in die nationalsozialistische Diktatur, die schließlich den barbarischen Zweiten Weltkrieg provozierte, der mehr 70 Millionen Tote forderte und dessen Ende für ca. 12 Millionen Deutsche Flucht und Vertreibung aus ihrer Heimat bedeutete.

Der zweite Ausstellungsbereich wird den unterschiedlichen Umgang mit den Vertriebenen in Ost- und Westdeutschland thematisieren bis hin zu einer europäischen Lösung 2006 gemäß der Regelungen im Schengener Abkommen.

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