Nach nur einem halben Jahr Vorbereitungszeit konnte die vom Zentrum für Kultur//Geschichte kuratierte neue Dauerausstellung „Ein Stück Preußen in Sachsen“ am 28. Juni 2026 auf Schloss Krobnitz eröffnet werden.
Der Ausstellungstitel verweist zwar auf die verfassungsrechtlichen Veränderungen infolge der Beschlüsse des Wiener Kongresses von 1815, die sich aber nicht auf die Zeit nach 1815 beschränkt. Vielmehr zeichnet sie die Geschichte des aus einem slawischen Weiler hervorgegangenen Gutsdorfes Krobnitz im Kontext der politischen und verfassungsrechtlichen Entwicklungen der Region und der Oberlausitz nach. Der Bogen spannt sich vom Landesausbau im Hochmittelalter über die wechselvolle Geschichte der frühen Neuzeit und des 19. Jahrhunderts bis zur Ansiedlung schlesischer Flüchtlingsfamilien nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs über Bodenreform und Neubauernbewegung sowie Plänen, Krobnitz zu einem sozialistischen Musterdorf auszubauen – ein Vorhaben, das letztlich an den wirtschaftlichen Gegebenheiten der DDR scheiterte.
Selbstverständlich widmet sich die Ausstellung auch dem wohl bedeutendsten Besitzer des Rittergutes, dem früheren preußischen Kriegsminister Albrecht Graf von Roon, und seiner Familie. Sie bewohnten das Gut von 1873 bis zu ihrer Enteignung im Jahr 1945 und ließen das Schloss nach den Architekturvorstellungen ihrer Zeit im preußischen Stil umbauen.
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